POLYTECHNIK FORSCHUNG

1.000 kW Polytechnik Forschungszentrum (AT)

Forschungsanlage mit 2 Beschickungskreise und Gewebefilter für unterschiedliche Brennstoffversuche.

Die Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik GmbH plante und realisierte 2009 den Umbau des am Werksgelände bestehenden Biomasseheizwerks. Die neue Biomassefeuerungsanlage (Nennleistung 1.000 kW) dient wieder der Prozess- und Raumwärmeversorgung und ist als Biomasserostfeuerung mit Warmwasserkessel konzipiert. Die Anlage wird einerseits mit Wald- und Industriehackgut sowie mit Säge- und Hobelspänen befeuert, wobei dieser Brennstoff über den Bestands-Brennstoffsilo der Feuerung zugeführt wird. Andererseits können über den ebenfalls neu errichteten Brennstofftagesbunker (Schubstangencontainer) auch diverse Sonderbrennstoffe auf Biomassebasis der Feuerung zugeführt werden. Durch den Einsatz geeigneter Rauchgasreinigungssysteme (Multizyklon, Gewebefilter mit Trockensorption) sowie entsprechender Primärmaßnahmen (zur Minimierung der CO- und NOx-Emissionen) bei der Feuerraumgestaltung und Regelung stellt dies auch bezüglich der Emissionen kein Problem dar. Zur Steigerung des Wirkungsgrades der Anlage bzw. auch um Brennstoffe mit hohem Wassergehalt effizienter nutzen zu können, ist der Biomassekesselanlage ein Luftvorwärmer (LUVO) nachgeschaltet. Beim Anlagenbetrieb fallen unterschiedliche Fraktionen von Asche an: Grobasche (Verbrennungsraum), Zyklonflugasche (Multizyklon) und Feinstflugasche (Gewebefilter). Während das Gemisch aus Grob- und Zyklonflugasche nach entsprechenden Nachweis als Dünger in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden kann, wird die abgeschiedene Feinstflugasche des Gewebefilters einer ordnungsgemäßen Entsorgung (Deponierung) zugeführt. Der Betrieb der Kesselanlage erfolgt automatisch in Abhängigkeit der Wärmeabnahme mit Hilfe einer speicherprogrammierten Mikroprozessorsteuerung. Damit wird jederzeit Anpassung an die jeweiligen Anlagenverhältnisse bzw. geänderten Betriebsbedingungen ermöglicht. Alle Betriebs- und Störmeldungen werden fortlaufend angezeigt, protokolliert und die auslösenden Fehler lokalisiert. Bei Auftreten von Fehlfunktionen wird die Anlage vollautomatisch in einen sicheren Zustand gebracht.

POLYTECHNIK

Hainfelderstr. 69

A-2564 Weissenbach

Österreich